Freiwilliges Soziales Jahr / Freiwilliges Ökologisches Jahr

Freiwilligendienste - Für mich und für andere
Aus freien Stücken anderen helfen. Im Naturschutz Nistkästen anbringen und Fußwege sauber halten. Im Jugendclub eine Disco organisieren. Mit alten Menschen mal einen Spaziergang unternehmen. In Russland in einem Kinderheim arbeiten. Im Sportverein Kids das Dribbeln beibringen. Oder auf der Open-Air-Bühne mit Kindern Griffe auf der Rockgitarre üben und vieles mehr.
Schlagworte wie "Werteverfall" oder "Null-Bock-Generation" greifen nicht. Umfragen belegen: Junge Menschen stehen freiwilligem Engagement aufgeschlossen gegenüber, wenn sie es als persönliche Bereicherung erleben und sich ihnen damit neue Erfahrungsfelder und menschliche Kontakte eröffnen.

Broschüre
Eine Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend liefert alles Wissenswerte rund um die Freiwilligendienste. Durch praktische Erfahrungsberichte erhalten Interessierte einen Einblick in den Alltag der Engagierten.

Download: Broschüre "Zeit, das Richtige zu tun." (pdf)

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Welche Möglichkeiten gibt es?
In Niedersachsen gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die für FSJ und FÖJ zuständig sind. Eine gute Übersicht gibt ein Verzeichnis im Freiwilligenserver.

Die Arbeiterwohlfahrt, die Katholische Kirche, das Deutsche Rote Kreuz, der Internationale Bund und das Jugendaufbauwerk Berlin sind einige Anlaufstellen für Dienste im Ausland. mehr


Anlaufstellen in Niedersachsen für das Freiwillige Soziale Jahr
Wer sich in für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Niedersachsen interessiert, kann sich an verschiedene Einrichtungen wenden.
Direktlink: Träger des FSJ in Niedersachsen

Freiwilliges Soziales Jahr Kultur
Betätigungsfelder eröffnen sich in Jugendkunstschulen, theaterpädagogischen Einrichtungen, Medienwerkstätten, Musikschulen, Rockmusik-Initiativen, Museen, Theatern, Bibliotheken, Gedenkstätten, soziokulturellen Zentren etc.
Das Freiwillige Soziale Jahr Kultur wird koordiniert von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. (LKJ).


Freiwilliges Ökologisches Jahr
Über das Freiwillige Ökologische Jahr in Niedersachsen informiert die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz.
Eine Liste der Einsatzstellen für das FÖJ finden Sie hier im FreiwilligenServer unter FÖJ-Einsatzstellen.



seniorTrainerIn: Erfahrungswissen für Initiativen


Wer älter wird, gehört noch lange nicht zum "alten Eisen". Ganz im Gegenteil: Ältere Menschen haben Wissen erworben und Erfahrungen gewonnen, die für die Gesellschaft wertvoll sind. Seniorinnen und Senioren werden mit dem Bundesmodellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen (EFI)" ermutigt, als "seniorTrainer" ehrenamtliches Engagement zu begleiten. Das Modellprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet in Kooperation mit zunächst 9 Bundesländern statt, darunter auch Niedersachsen. Mit der Multiplikatorenschulung 2002 zu "seniorTrainerin/Trainer" ging das Programm an den Start.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann erklärt: "Ältere Menschen sind heute so gut qualifiziert und so lange fit wie keine Generation vor ihnen. Dass sie gesellschaftlich und sozial aktiv bleiben wollen, belegt die große Zahl freiwillig engagierter älterer Menschen. Sie haben den Wunsch nach einer sinngebenden Tätigkeit im freiwilligen oder ehrenamtlichen Bereich. Wir wollen sie darin unterstützen, indem wir ihnen die Möglichkeit zur Fort- und Weiterbildung zum seniorTrainer und zur seniorTrainerin geben. Gerade ältere Menschen können auf eine vielfältige Lebenserfahrung in Familie, Beruf und Ehrenamt zurückgreifen. Wir fördern das Ehrenamt in allen Altersgruppen, indem wir älteren Menschen Gelegenheit geben, ihr Wissen an jüngere ehrenamtlich Engagierte weiterzugeben."

Die Kurse zum seniorTrainer bzw. zur seniorTrainerin stehen Menschen im Übergang vom Erwerbsleben zum Ruhestand offen. Es werden zum einen Fachleute gesucht, die ihr berufliches Wissen weiter vermitteln, zum anderen sind erfahrene Freiwillige angesprochen. Den künftigen seniorTrainerinnen oder seniorTrainern werden Kurse zur Didaktik der Wissensvermittlung und zu speziellen Inhalten angeboten. Sie werden später mit Vortrags-, Supervisions- oder Tutorentätigkeiten bei örtlichen Freiwilligeninitiativen aktiv.

Weitere Informationen finden Sie auf diesen Internetseiten:

Der Werbeclip zum Programm "Erfahrungswissen für Initiativen (EFI)" steht zur Verfügung:

- Senior Trainer, 8554 KB

Der Clip ist mit dem "Windows Media Player" und dem "Real One Player" abspielbar, die Sie jeweils kostenlos aus dem Internet herunterladen können.

Windows Media Player

Real One Player

EFI in Niedersachsen

Zuständiger Bildungsträger in Niedersachsen

  • Katholische Akademie und Heimvolkshochschule
    Ludwig-Windhorst-Haus
    Herr Günter Oberthür
    Gerhard-Kues-Straße 16
    49808 Lingen-Holthusen

    Tel.: (0591) 6102-0
    Fax: (0591) 6102-135
    E-Mail: lwh.lingen@t-online.de

EFI-Anlaufstellen in Niedersachsen:

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Der Niedersächsische Landtag hat am 23. Januar 2003 die Niedersächsische Landesregierung per Entschließungsantrag (Drs. 14/4115) aufgefordert, die bestehenden Lücken im Versicherungsschutz für Ehrenamtliche in Niedersachsen zu schließen und entsprechende Verhandlungen mit der Versicherungswirtschaft zu führen.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Robert Pohlhausen, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen, stellten das Ergebnis am 21. November 2003 in Hannover vor.

"In Niedersachsen engagieren sich rund 2 Millionen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich. Ihre Arbeit hält unsere Gesellschaft zusammen, macht sie lebendig und lebenswert", sagte Wulff. Darum müssten die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement stimmen. Die Niedersächsische Landesregierung hat jetzt Lücken im Versicherungsschutz für ehrenamtlich Aktive geschlossen. Wulff: "Damit haben wir ein Wahlversprechen gegenüber ehrenamtlich Tätigen in unserem Land eingelöst."

Erleiden ehrenamtlich Engagierte einen Personenschaden oder werden sie haftpflichtig gemacht, stellt sich die Frage nach dem Versicherungsschutz. Niedersachsen hat für sie mit der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) Rahmenverträge für einen subsidiären Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz abgeschlossen. Das bedeutet, dass Bürgerinnen und Bürger aus Niedersachsen ohne privaten oder gesetzlichen Unfall- und Haftpflichtschutz während der Ausübung ihres Ehrenamtes jetzt unfall- und haftpflichtversichert sind. Ab dem 1. Oktober 2005 sind auch Engagierte einbezogen, deren Hauptwohnsitz außerhalb von Niedersachsen liegt, die aber in Niedersachsen freiwillig tätig sind. Wobei die Initiative für das bürgerschaftliche Engagement von Niedersachsen ausgehen muss. Die Prämien für die Rahmenverträge zahlt das Land. "Die Beseitigung der Lücken im Versicherungsschutz ist ein wichtiger Beitrag für die Förderung von sozialem Engagement", sagte Ministerpräsident Wulff bei der Vorstellung der Initiative.

"Bei unserer gemeinsamen Initiative mit der VGH berücksichtigen wir den bestehenden und bewährten Versicherungsschutz im freiwilligen Bereich", betonte Ministerpräsident Wulff. Der subsidiäre Versicherungsschutz sei eine Auffanglösung für diejenigen, die keinen anderen Versicherungsschutz genössen. Er solle keineswegs eine bestehende Versicherung, etwa über die Bürgerinitiative oder den Verein, ersetzen. "Der Rahmenvertrag ersetzt nicht die Vereinshaftpflichtversicherung. Diese müssen Vereine, Selbsthilfegruppen oder andere Initiativen mit Vereinsstrukturen auf jeden Fall abschließen, um den Verein selbst sowie seine Mitglieder abzusichern", sagte Pohlhausen. Der Schutz aus dem Rahmenvertrag trete gegenüber dem Schutz aus Versicherungen der Trägerorganisationen und Vereine nur nachrangig ein.

Mit dem Abschluss der Rahmenverträge betreten Niedersachsens Landesregierung und die VGH Versicherungen Neuland bei der Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Vergleichbares gebe es nur in Hessen, sagte VGH-Vorstandsvorsitzender Pohlhausen. "Wir sammeln hier Erfahrungen, die für andere Bundesländer von Interesse sind."

Ab dem 1. März 2010 sind die Leistungen des Rahmenvertrages für den Unfallversicherungsschutz noch einmal deutlich verbessert worden. So stiegen die Leistungen bei dauernder Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit (Invalidität) je nach Grad der Beeinträchtigung von bis zu 90.000 Euro auf bis zu 175.000 Euro. Die Leistungen im Todesfall stiegen von 3.000 Euro auf 10.000 Euro. Die Bergungsleistungen blieben unverändert bei bis zu 5.000 Euro. Außerdem können bis zu 1.500 Euro als Rehabilitationsbeihilfen gewährt werden.

Informationen über den zusätzlichen Versicherungsschutz erteilen die

VGH Versicherungen
Schiffgraben 4
30159 Hannover

Die telefonische Hotline zum Versicherungsschutz für bürgerschaftlich Engagierte erreichen Sie unter der Telefonnummer 0511 / 362 25 66.

Über den verbesserten Versicherungsschutz informiert der Flyer "Versicherungsschutz im Ehrenamt - Mehr Sicherheit für freiwillig Engagierte", der als PDF-Dokument zum Herunterladen bereit liegt: Versicherungsschutz im Ehrenamt (PDF, 185 KB)

Verbesserter Unfallversicherungsschutz auf Bundesebene

Im Dezember 2004 hatte der Deutsche Bundestag mit Wirkung zum 1. Januar 2005 bereits ein Gesetz zum verbesserten Unfallversicherungsschutz für ehrenamtlich Tätige beschlossen.

Mehrgenerationenhäuser - Lebendiges und generationenübergreifendes Miteinander

Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Anlaufstellen, an denen Menschen in ihrer Nachbarschaft das finden, was sie im Alltag brauchen. So stärken sie die soziale Infrastruktur vor Ort. Sie entlasten Familien, Alleinerziehende und pflegende Angehörige. Mehrgenerationenhäuser bieten praktische Hilfe bei den Fragen rund um Pflege und Betreuung Demenzkranker.

Betroffene und Angehörige finden in Mehrgenerationenhäusern Unterstützung. Parallele Angebote für Kinder und Eltern helfen Familien, insbesondere aber auch Alleinerziehenden, bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen. Vor allem mit flexiblen Formen der Kinderbetreuung sind Mehrgenerationenhäuser Stützen im Alltag von Familien. Rand- und Notzeitenbetreuung sind für Mehrgenerationenhäuser charakteristisch.

Mehrgenerationenhäuser beziehen freiwillig Engagierte aller Generationen in ihre Arbeit ein, sie stellen zwei Drittel der Aktiven und arbeiten auf gleicher Augenhöhe mit den Festangestellten. So haben sich die Mehrgenerationenhäuser als treibende Kraft des bürgerschaftlichen Engagements etabliert. Die Hälfte aller Aktiven ist schon über ein Jahr in einem Mehrgenerationenhaus aktiv, drei von vier Aktiven mindestens ein Mal pro Woche, jeder Sechste sogar täglich.

Die ersten Mehrgenerationenhäuser wurden in Niedersachsen gegründet. Mittlerweile sind Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland entstanden.

Downloads:

Weitere Informationen: Portal Senioren in Niedersachsen

Freiwilligensurvey 2004

Ministerpräsident Wulff: "Niedersachsen ist Musterland für freiwilliges Engagement"

Hannover, 03.05.2005. "Niedersachsen ist ein Land des Ehrenamts. Nach einer demnächst veröffentlichten Studie belegen wir beim freiwilligen Engagement im bundesweiten Vergleich gemeinsam mit Bayern Platz Drei. Das ist ein großartiges Signal", sagte Ministerpräsident Christian Wulff heute in Hannover.

Das Institut TNS Infratest Sozialforschung München hat heute die von der Staatskanzlei in Auftrag gegebene Landesstudie "Freiwilligensurvey 2004" in Hannover präsentiert. Danach engagieren sich immer mehr Menschen in Niedersachsen freiwillig für die Gemeinschaft: Mit 2,4 Millionen Menschen sind hier zu Lande 37 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren bürgerschaftlich aktiv. Das sind sechs Prozent mehr als bei der ersten Erhebung 1999 mit 31 Prozent. Weitere 30 Prozent der Befragten haben Interesse an einer erneuten ehrenamtlichen Tätigkeit oder den erstmaligen Einstieg bekundet. Dies wären hochgerechnet fast zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger.

"Das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land verdeutlicht, dass die Niedersachsen eine "Ellenbogengesellschaft" ablehnen. Bei uns stehen das Engagement für den Nächsten oder der Einsatz für das Gemeinwohl hoch im Kurs", sagte Wulff. Der überdurchschnittliche Zuwachs bei den Engagierten resultiert vor allem aus der vermehrten Bereitschaft der Menschen ab 46 Jahre. Insbesondere in der Altersgruppe der 66-Jährigen und älter wurde im Vergleich zu 1999 ein verstärkter Zuwachs festgestellt.

Der bürgerschaftliche Einsatz ist vielfältig: Die Aktiven kümmern sich in ihrer Freizeit um betreuungsbedürftige Nachbarn, trainieren Jugendmannschaften, unterstützen Zuwanderer oder sind als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr im Notfall bereit, ihr Leben für andere zu riskieren. Mit 11,5 Prozent sind die meisten Menschen im Bereich Sport aktiv. Mit jeweils 6 Prozent folgen die Bereiche Freizeit und Geselligkeit, Schule und Kindergarten sowie Kirche und Religion. Weitere größere Felder sind der soziale Bereich mit 5,5 Prozent sowie Kultur und Musik mit 5 Prozent.

Die regionalen Schwerpunkte des Engagements finden sich in den städtischen Randgebieten (41 Prozent Engagementquote) und in den ländlichen Gebieten (37 Prozent). Unterdurchschnittlich sind die städtischen Kernbereiche (31 Prozent) vertreten. Als Motivation für ihr Engagement nannten viele Befragte das zunehmende Interesse, soziale Angelegenheiten auch in die eigenen Hände zu nehmen. Freiwillige betreiben etwa Freibäder oder renovieren historische Gebäude. Mehr als 60 Prozent Befragten nannten als Grund für ihr Engagement, "die Gesellschaft zumindest im Kleinen mitgestalten" zu wollen. Weitere Gründe waren "mit anderen Menschen zusammen zu kommen" und sich an Aufgaben beteiligen zu wollen, "die gemacht werden müssen". Ministerpräsident Wulff: "Das korrespondiert mit unserem Politikstil in Niedersachsen. Wir unterstützen bürgerschaftliches Engagement mit verschiedenen Projekten: mit Wettbewerben, mit einem Versicherungsschutz für Aktive und mit gesellschaftlicher Anerkennung. Der Staat muss auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Das gilt besonders in Zeiten knapper Kassen."

Wichtigste Organisationsform für das freiwillige Engagement ist der Verein mit 45 Prozent (Anstieg gegenüber 1999 von 41 auf 45 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen kirchliche/religiöse Organisationen (14 Prozent) und staatliche/kommunale Einrichtungen (12 Prozent). Stark zurückgegangen ist das Engagement in Verbänden, Parteien und Gewerkschaften (von 16 Prozent in 1999 auf 12 Prozent in 2004) sowie in Gruppen und Initiativen (von 16 auf 11 Prozent).

Die Befragten wünschen sich von den Trägerorganisationen vorrangig die Absicherung der Projektmittel (63 Prozent), danach folgen eine bessere Bereitstellung von Räumen und Sachmitteln (41 Prozent) und mehr fachliche Unterstützung bei der Tätigkeit (33 Prozent). Eine bessere finanzielle Vergütung für die Aktiven (25 Prozent) spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Ehrenamtlichen wünschen sich von Staat und Öffentlichkeit vor allem "bessere Information über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements" (51 Prozent), mehr "Anerkennung durch Berichte in Presse und Medien" (48 Prozent), sowie eine bessere steuerliche Absetzbarkeit der Aufwandsentschädigungen und der Unkosten" (43 Prozent). Die Aktivitäten der Landesregierung für einen verbesserten Versicherungsschutz haben bereits Wirkung gezeigt. Der "Wunsch nach einer besseren Absicherung durch Haftpflicht- und Unfallversicherung" (33 Prozent) hat im Vergleich zu 1999 abgenommen. Die Ergebnisse des zweiten Freiwilligensurvey zeigen ein deutliches Bild: "Niedersachsen ist Musterland für freiwilliges Engagement. Und: im Vergleich zu 1999 sind besonders in Südniedersachsen mehr Engagierte in Vereinen, Gruppen und Initiativen tätig. So konnte der Abstand zwischen Nord- und Südniedersachsen überwunden werden. Mit 37 Prozent haben wir eine landesweit einheitliche Engagementquote. Das ist ein großartiger Erfolg, den wir weiter ausbauen wollen", sagte Wulff. Es sei etwas sehr besonderes, sich für andere einzusetzen: "Wer sich gemeinsam mit anderen für andere einsetzt, tut auch etwas für sich: Er gibt seinem Leben mehr Sinn und er bekommt viel zurück. Das ist vermutlich der Grund, warum bürgerschaftlich Aktive länger leben."

Den Freiwilligensurvey 2004 können Sie sich hier kostenlos herunterladen (PDF, 600 KB).

Unterstützung des freiwilligen Engagements im Selbsthilfebereich

Selbsthilfebüro NiedersachsenDeutsche Arbeitsgmeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.

Selbsthilfegruppen stellen einen wichtigen Bestandteil des freiwilligen Engagements dar. Menschen mit Erkrankungen und sozialen Problemen unterstützen sich gegenseitig und helfen durch ihr Engagement sich und anderen.

"Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie - entweder selber oder als Angehörige - betroffen sind.
Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld.
In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben. ..."

(Definition der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.)

Zur Unterstützung des Selbsthilfeengagements sind in ganz Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als 160 Selbsthilfe-Kontaktstellen entstanden. In Niedersachsen gibt es 30 Kontakt- und Beratungsstellen, die innerhalb ihrer Landkreise über Selbsthilfe informieren, die Entstehung und den Erhalt von Selbsthilfegruppen fördern und sichern und die Selbsthilfe mit den regionalen sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen vernetzen. Landesweit wird die Selbsthilfe durch das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen fachlich unterstützt und vernetzt.

Seit 1991 unterstützt das Land Niedersachsen 22 niedersächsische Selbsthilfe-Kontaktstellen und das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen durch finanzielle Mittel. Dadurch fördert das Land das freiwillige Engagement in diesem Bereich und ermöglicht den Betroffenen, eigenverantwortlich zu Besserung ihrer persönlichen Situation beizutragen und anderen zu helfen.

Mehr Information über den Selbsthilfebereich in Niedersachsen erhalten Sie unter www.selbsthilfe-buero.de.

Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen (SPN)

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Seit dem 1. Januar 2014 gibt es in Niedersachsen eine neue seniorenpolitische Beratungsstruktur. Wie in der Koalitionsvereinbarung der die Landesregierung tragenden Parteien festgelegt, wurden die Seniorenservicebüros (SSB) und die Pflegestützpunkte (PSP) zusammengeführt.

Die neuen Beratungsstellen ersetzen dabei nicht nur die bisherige Form der Seniorenservicebüros, sondern sie führen zudem das Aufgabenfeld der Pflegestützpunkte in die Beratungsstellen ein. Dadurch wird das Nebeneinander der genannten Beratungsstellen aufgehoben und eine gemeinsame Beratungsstelle geschaffen. Dies baut Doppelstrukturen ab und führt zu einer optimierten Beratung aus einer Hand. Die Pflegeberatung im weiteren Sinne bleibt unverändert erhalten.

Pro Landkreis bzw. kreisfreier Stadt kann ein SPN gefördert werden. Die Förderung beträgt pro SPN jährlich bis zu 40.000 Euro. Ziel ist es, niedersachsenweit 48 SPN einzurichten. Bereits 45 Landkreise, Städte bzw. freie Träger haben eine Förderung als Senioren-und Pflegestützpunkt Niedersachsen beantragt.

Die Senioren- und Pflegestützpunkte bilden ein lokales Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern auf. Zudem fungieren sie als Impulsgeber für die Entwicklung innovativer Angebote für die Zielgruppen und als Schnittstelle zwischen den vielfältigen und oft als unübersichtlich empfundenen Programm- und Förderlandschaften auf kommunaler, Landes-, Bundes- sowie europäischer Ebene.

Die Potenziale älterer Menschen werden weiterhin gestärkt und genutzt, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität bewahrt und befördert.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.senioren-in-niedersachsen.de

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