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Runder Tisch: Aktives Altern

171004 Runder Tisch04.10.2017. Der Runde Tisch "Aktives Altern" der Bundesregierung befasste sich mit der Gestaltung von Rahmenbedingungen für ein gesundes und aktives Altern. Jetzt folgt die Umsetzung.

In Deutschland leben immer mehr ältere Menschen. Bereits im Jahr 2030 werden voraussichtlich 35 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Wie das Potenzial der älteren Generation genutzt und der Übergang vom Berufsleben ins Rentenalter gestaltet werden kann, hat zwei Jahre lang der Runde Tisch "Aktives Altern - Übergänge gestalten" untersucht.

Im Mai 2017 haben Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft gemeinsam mit Fachleuten aus Bund, Ländern und Kommunen in einer Abschlusssitzung des Runden Tisches ein Ergebnispapier beschlossen. Dieses umfasst zehn Punkte und spricht unter anderen folgenden Empfehlungen aus:
  • Den Kommunen kommt im Handlungsfeld des aktiven und gesunden Alterns eine zentrale Rolle zu. Verlässliche und aussagekräftige Daten sind daher für die kommunale Planung unverzichtbar.

  • Bestehende Strukturen für Engagement und Teilhabe sollen weiterentwickelt und für neue Engagementformen geöffnet werden.

  • Bildung gewinnt in einer Gesellschaft des langen Lebens für ältere Menschen an Bedeutung: Durch kontinuierliche Lern- und Bildungsprozesse - auf persönlicher wie auf gesellschaftlicher Ebene - lassen sich die Herausforderungen des demografischen Wandels konstruktiv gestalten. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, selbstbestimmt aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und Teil dessen zu sein.

  • Übergangsfortbildungen - etwa als Vorbereitung auf den Ruhestand - haben als Element eines lebensphasenorientierten Personalmanagements einen unternehmerischen, einen individuellen sowie einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen. Auch der Staat, die Kommunen, Wohlfahrtsverbände und die Zivilgesellschaft müssen den Übergang mitgestalten, um die Potenziale der Gruppe der über 55-jährigen Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig anzusprechen und zu aktivieren. Zentral sind bürgerschaftliches Engagement und die freiwillige berufliche Tätigkeit im höheren Alter.

  • Informations- und Kommunikationstechnologien können ältere Menschen - auch im Hinblick auf das Leben mit Unterstützungs- und Pflegebedarf - unterstützen. Dafür müssen widersprüchliche Einstellungen gegenüber digitalen Medien abgebaut und digitale Kompetenzen im Alter gestärkt werden.

  • Lernanregende Infrastrukturen und Netzwerke - insbesondere für den Bereich des informellen und non-formalen Lernens - müssen weiterentwickelt und kontinuierlich angeboten werden.
Hintergrund
2015 hat das Bundesseniorenministerium den Runden Tisch "Aktives Altern - Übergänge gestalten" ins Leben gerufen. Untersucht wurden die Rahmenbedingungen für ein gelingendes gesundes und aktives Altern. Der Fokus lag auf den besonderen Herausforderungen, die der Übergang von rund 13 Millionen sogenannten Babyboomern in den Jahren 2018 bis 2031 mit sich bringt.

Umsetzung
Zur Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches finden in 2017 vier Fachkonferenzen zum Thema "Aktives Altern – Übergänge gestalten" statt.
  • 17. Oktober 2017, Congress Centrum, Hannover
  • 08. November 2017, Meistersingerhalle, Nürnberg
  • 06. Dezember 2017, Commundo Tagungshotel, Leipzig
  • 13. Dezember 2017, Gustav-Stresemann-Haus, Bonn

Anmeldung
Die Teilnahme an den Fachkonferenzen ist kostenfrei, die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist jeweils begrenzt. Anmeldungen sind bitte per E-Mail mit Betreff "Fachkonferenz RTAA" und dem Tagungsort an Veranstaltungen@iss-ffm.de zu richten.

Quelle: Website BMFSFJ

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