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Wie steht es um ältere Menschen in Deutschland?

Logo Paritätischer25.06.2018. Der "Welttag gegen Misshandlung älterer Menschen" ist Anlass für den Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V., einige unbequeme Fragen zu stellen.

Die Frage, wie es um ältere Menschen in Deutschland steht, gehört nach Ansicht des Paritätischen Gesamtverbandes zu den aktuellen Fragen unserer Zeit. Schließlich ist in Deutschland der demografische Wandel im EU-Vergleich mit am weitesten fortgeschritten.

"Da wäre zum Beispiel die Frage wie wir im Alter gepflegt werden wollen", sagt Birgit Eckhardt, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V..

Laut einer nicht repräsentativen Umfrage der niedersächsischen Wohlfahrtsverbände aus dem Frühjahr 2018 mussten freie Träger in Niedersachsen 1.700 Versorgungsanfragen ablehnen und 70 Pflegeverträge kündigen. Der Pflege-Notstand, den die Wissenschaft seit vielen Jahren prognostiziert, ist im Alltag älterer Menschen angekommen.

Nach jahrelanger Zurückhaltung haben führende Sozialpolitiker den Handlungsbedarf erkannt. Dennoch sind sie noch nicht über das Diskussionsstadium hinausgekommen. Nach wie vor fehlen gute, praktikable Konzepte für die Verbesserung der Arbeitssituation in der ambulanten Pflege oder Lösungen gegen den akuten Fachkräftemangel. Gewalt in der Pflege ist ein weiteres unangenehmes Thema.

Wie kann hier gegengesteuert werden?
"Durch eine hohe Professionalität und in jahrelanger Erfahrung gewachsene Qualitätsstandards und natürlich durch mehr Pflegekräfte", ist sich Birgit Eckhardt sicher. "Auch pflegende Angehörige dürfen nicht mit der Last allein gelassen werden. Sie kennen ihre Rechtsansprüche oft nicht und wissen nicht, an welcher Stelle sie entlastet werden können." Erstmals kommt seit den Gräueltaten der Nazis eine Generation von Menschen mit geistigen Behinderungen "in die Jahre" und wird pflegebedürftig. Das stellt die Gesellschaft vor weitere Herausforderungen.

Die Frage: Wer soll das finanzieren? drängt sich auf...

Weiterlesen: Komletten Presseartikel downloaden

Quelle: Pressemitteilung Paritätischer Gesamtverband

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