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Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige zu wenig bekannt

171007 Logo KDA06.10.2017. Ob Hilfe im Haushalt, das Begleiten beim Arztbesuch oder die Unterstützung beim Gedächtnistraining: Eine Studie zeigt, dass die Palette der Unterstützungsangebote groß ist - aber viel zu wenig bekannt.

Mit dem Inkrafttreten des Ersten Pflegestärkungsgesetzes (PSG I) im Januar 2015 wurden die sogenannten "Angebote zur Unterstützung im Alltag" nicht nur umbenannt, sondern auch gestärkt. Sie werden in der Regel von Ehrenamtlichen erbracht und sind häufig kostengünstiger als andere Betreuungsangebote, beispielsweise von einem ambulanten Pflegedienst. Die Betreuung erfolgt stundenweise und nach Bedarf.

Das Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) hat vor diesem Hintergrund eine "Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten niedrigschwelliger Betreuungsangebote im Rahmen der Pflegeversicherung" durchgeführt.

Die zentrale Erkenntnis der Bestandsaufnahme in allen Bundesländern lautet: bei den potenziellen Nutzern sind die Angebote und Möglichkeiten der Inanspruchnahme häufig nicht bekannt. Weiteres Ergebnis: "Der Begriff der Niedrigschwelligkeit ist für Laien schwer verständlich." Auch sind Informationen über Angebote für Multiplikatoren, etwa in Beratungsstellen, nicht ausreichend verfügbar.

Die Untersuchung thematisiert auch Perspektiven zur Weiterentwicklung der niedrigschwelligen Betreuungsangebote. Eine der insgesamt fünf Perspektiven: Eine verstärkte Angebotsorientierung für die Nutzer/innen sei notwendig und damit verbunden der Auf- und Ausbau von kleinräumig recherchierbaren Datenbanken.

Erkenntnisse aus der Untersuchung wurden bereits beim Zweiten und Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG II, PSG III) aufgegriffen, zum Beispiel die Einführung von für Bürger besser verständlichen Begrifflichkeiten, die Schaffung gesetzlicher und untergesetzlicher Grundlagen zur künftig besseren Recherchierbarkeit und Vergleichbarkeit anerkannter Angebote, der Ausbau der Fördermöglichkeiten sowie die Ermöglichung der Förderung regionaler Netzwerke.

Download: Bestandsaufnahme (pdf)

Quelle: Website KDA



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