Schriftgröße

Auricher Pflegekonferenz befasst sich mit aktuellen Entwicklungen

181029 Pflegende Hand.png29.10.2018. Die neue Pflegekammer Niedersachsen, die "Generalistik in der Pflegeausbildung" und die Pflegesituation im Landkreis Aurich waren Themen der diesjährigen Sitzung der Pflegekonferenz.

Pflegekammer Niedersachsen
Die Pflegekammer Niedersachsen wurde von Monika Skibicki, Präsidentin Förderverein Pflegekammer, vorgestellt. Die Kammer will durch Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung eine sachgemäße Pflege sicherstellen. Darum macht sich die Pflegekammer für einheitliche Maßstäbe in der Pflege stark. Ihre Errichtung wurde am 12. Dezember 2016 vom niedersächsischen Landtag beschlossen und trat ab 1. Januar 2017 in Kraft. Die Kammer besteht derzeit aus über 64.000 Mitgliedern.

Generalistische Pflegeausbildung
Zum Thema generalistische Pflegeausbildung trugen Elke Völker (Conerus-Schule Norden) und Jannette van der Zwaag (Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Ubbo-Emmius-Klinik gGmbH) vor. Die generalistische Pflegeausbildung verbindet die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege.
Mit dem neuen Berufsabschluss "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann" können die examinierten Fachkräfte in allen Pflegebereichen arbeiten. Das führt zu mehr beruflicher Flexibilität. Die generalistische Pflegeausbildung macht den Pflegeberuf attraktiver und wirkt dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegen. Zudem soll sie die Qualität in der Pflege erhöhen. Geregelt ist die generalistische Ausbildung im Pflegeberufereformgesetz, das im Juni 2017 vom Bundestag beschlossen wurde. Die neue Ausbildung startet ab Januar 2020.

Erwarteter Pflegebedarf
Michael Müller informierte als Leiter des Auricher Kreis-Sozialamtes über den aktuellen sowie den zu erwartenden Pflegebedarf. Dieser werde durch den demografischen Wandel weiter wachsen, machte Müller deutlich. Aktuell sind 2,86 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Für das Jahr 2030 wird von etwa 3,4 Millionen pflegebedürftigen Menschen ausgegangen.
Der Pflegebedarf wird derzeit von 48 ambulanten Pflegediensten und 38 stationären Pflegeinrichtungen im Landkreis Aurich sichergestellt.
Der Landkreis plant, die kreisangehörigen Pflegedienste und -einrichtungen in Form eines anonymen Fragebogens über den aktuellen Personalbestand sowie den Bedarf zu befragen. Die Abfrage soll auch Vorschläge zur Veränderung der Pflegesituation auf kommunaler Ebene umfassen.

Hintergrund: Auricher Pflegekonferenz
Der Kreistag Aurich hatte bereits im Jahre 2001 beschlossen, eine Pflegekonferenz nach ยง 5 des Nieder-sächsischen Pflegegesetzes (NPflegeG) einzurichten. Sie beantwortet Fragen der pflegerischen Versorgung der Bevöl-kerung, der notwendigen pflegerischen Versorgungsstruktur und der Koordinierung von Leistungsangeboten. Vorsitzender der Pflegekonferenz ist der jeweilige Sozialdezernent der Kreisverwaltung Aurich, also Erster Kreisrat Dr. Frank Puchert.
Das gemeinsame Ziel ist es erstens die Angebote im Kreisgebiet durch Abstimmung zwischen den Anbietern von Pflegeleistungen stärker zu verzahnen, zweitens das Angebot räumlich, d.h. möglichst flächendeckend und wohnortnah zu verbessern und drittens die Qualität in der Pflege zu steigern.

Quelle: Website Landkreis Aurich



zurück zur übersicht
zurück
weiter