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Mehr Vernetzung im Pflegebereich: Pflegetisch Uelsen konstituiert sich

180611 Pflegetisch Uelsen11.06.2018. Bis Frühjahr 2018 förderte das Bundesministerium für Gesundheit sogenannte Pflegetische für mehr Vernetzung im Pflegebereich. Der Pflegetisch Uelsen hat sich konstituiert.

Zur konstituierenden Sitzung des Pflegetisches in Uelsen hatte vor einigen Tagen der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Grafschaft Bentheim eingeladen.

Michael Motzek, Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit beim Landkreis Grafschaft Bentheim zeigte sich erfreut über die positive Resonanz auf die Einladung zum Pflegetisch. "Dem Thema Pflege kann man sich nicht oft genug widmen", so Motzek, daher sei das Angebot des Bundesministeriums für Gesundheit zur Förderung der Netzwerkbildung ein willkommener Anlass für die Initiierung eines Pflegetischs in der Samtgemeinde Uelsen. Ziel sei es, sich im Netzwerk damit zu befassen, was gut oder schlecht laufe, wie man gemeinsam Verbesserungen schaffen und Angebote so gestalten könne, dass diese den Bürgern und Pflegebedürftigen zugutekommen.

46 Akteure aus dem breiten Umfeld der Pflege nahmen an der von Julia Wirth von der IFOK GmbH moderierten Sitzung im Gemeindehaus der ev. ref. Kirche Uelsen teil. In der Vorstellungsrunde äußerten die Teilnehmenden für ein Pflegetisch-Netzwerk unter anderem den Wunsch, Informationen strukturierter und umfangreicher auszutauschen, Veränderungen anzustoßen, Angebote insgesamt zu erweitern sowie als "Sprachrohr für die Pflege" zu fungieren, z.B. mit Blick auf die Personalsituation und das Image der Pflege.

Die Diskussion zur Einschätzung der Pflegeversorgung in der Samtgemeinde Uelsen zeigte eine mittelmäßige bis unzureichende Versorgungssituation älterer Menschen auf. Die Teilnehmenden wiesen auf deutliche Lücken bei der Versorgung in der ländlich geprägten Region hin. Diese wurden vor allem benannt in der ambulanten Pflege (insbesondere in Wohnortnähe und bei kurzfristigem Bedarf), bei Kurzzeitpflegeplätzen, im hauswirtschaftlichen Bereich sowie bei der hausärztlichen Versorgung. Zentrales Problem sei der Fachkräftemangel in den Pflegeberufen.
Beim Thema Vernetzung und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure benannten die Teilnehmenden einige gut funktionierende Bereiche wie z.B. die Zusammenarbeit der ambulanten Pflege mit der Tagespflege und der stationären Pflege sowie mit weiteren Dienstleistern (Taxi, Hospiz etc.). Verbesserungspotenzial sahen die Teilnehmer u.a. in der Zusammenarbeit mit Kostenträgern und Krankenkassen.

Für weitere Treffen des Pflegetisches wurden verschiedene zu bearbeitende Themen konkret festgelegt: die nötige Erweiterung von Angeboten, das zu verbessernde Image der Pflege, die Gewinnung von Fachkräften, die engere Zusammenarbeit mit bestehenden Projekten, Aktivitäten und Netzwerken sowie die verstärkte Nutzung vorhandener Online-Angebote.

Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim

Foto: Udo Wohlrab


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