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Muster produktiver Aktivitäten älterer Erwachsener in Deutschland

180208 Unruhestand08.02.2018. In einem Beitrag für das wissenschaftliche Journal "Ageing & Society" werden die Muster produktiver Tätigkeiten 60- bis 70-Jähriger im Ruhestand untersucht.

In Ihrem Beitrag stellen Dr. Andreas Mergenthaler und Ines Sackreuther vom BiB sowie Prof. Dr. Ursula M. Staudinger (Columbia University, New York) fest, dass im Vergleich zu früheren Zeiten mittlerweile immer mehr Ältere ihren Ruhestand in guter körperlicher Verfassung erleben. Zugleich steigt die Bereitschaft in der Gruppe der "jungen Alten" für produktive Aktivitäten. Diese können zur Bewältigung der Herausforderungen der demografischen Alterung wertvolle Beiträge liefern.

Der Artikel untersucht vor diesem Hintergrund, welche verschiedenen Typen von produktiven Tätigkeiten in der Gruppe der 60- bis 70-Jährigen nach ihrem Eintritt in den Ruhestand in Deutschland auftreten. Dabei richtet sich der Blick vor allem auf die Unterschiede der Produktivitätsarten in dieser Personengruppe. Zugrunde gelegt wurde dabei die aktuelle Erwerbstätigkeit, das bürgerschaftliche Engagement sowie familiale Tätigkeiten. Je nach der Zusammensetzung dieser Tätigkeiten wurden Gruppen ermittelt und analysiert.

Niedrigstes Aktivitätsniveau bei den familial nicht Engagierten
Aus der Studie geht hervor, dass sich die vier Tätigkeitstypen (hoch engagierte Erwerbstätige, bürgerschaftlich Engagierte, Familienmenschen und familial nicht Engagierte) hinsichtlich der Zusammensetzung und der Intensität ihrer Aktivitäten unterscheiden. Die familial nicht Engagierten bilden dabei die insgesamt größte Gruppe und weisen das niedrigste Aktivitätsniveau auf.

Insgesamt stellt die Studie fest, dass die 60- bis 70-Jährigen in Deutschland ein hohes Niveau unterschiedlicher Potenziale für das Engagement auf verschiedenen Ebenen besitzen.

Quelle: Website Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung


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