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Neues Beratungsprojekt für pflegende Kinder und Jugendliche gestartet

180108 Pausentaste08.01.2018. Um Kinder und Jugendliche mit Pflegeverantwortung zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium das Beratungsprojekt "Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe" gestartet.

Nicht nur Erwachsene kümmern sich um chronisch kranke, behinderte oder pflegebedürftige Angehörige. Nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig beispielsweise ihre Eltern oder Geschwister.

Junge Leute mit Pflegeverantwortung verrichten häufig wie selbstverständlich den Haushalt der Familie und kümmern sich um jüngere Geschwister. Sie leisten auch Pflegetätigkeiten wie zum Beispiel Mobilisation und Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Oft sind diese Kinder und Jugendlichen körperlich überanstrengt und haben weniger Freizeit als ihre Freundinnen und Freunde. Nicht selten verschlechtern sich ihre Leistungen in der Schule. Mit ihren Sorgen und Ängsten stehen sie häufig ganz allein da.

Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium das Projekt "Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe." ins Leben gerufen. Neben Kindern und Jugendlichen soll das Angebot auch Lehrerinnen und Lehrer, ambulante Pflegedienste, Sozialdienste an Schulen und Kliniken sowie Jugendorganisationen und die Öffentlichkeit für die Situation sensibilisieren.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley:
"Mit der 'Pausentaste' starten wir in Kooperation mit der 'Nummer gegen Kummer' ein anonymes Hotline- und E-Mail-Angebot. Auch ist die Website www.pausentaste.de jetzt online gestellt. Damit geht das erste Unterstützungsangebot auf Bundesebene für pflegende Kinder und Jugendliche ans Netz, das Fragen rund um die Pflege beantwortet und Hilfestellung in belastenden Situationen bietet. Denn: Wer anderen hilft, braucht eben manchmal auch selber Hilfe."

Online sind Erfahrungsberichte und Interviews mit jungen Pflegenden, Videos und Hinweise auf Beratungsangebote vor Ort. Auch Informationen zu Erkrankungen und Leseempfehlungen werden zur Verfügung gestellt, alles optimiert für mobile Endgeräte. Darüber hinaus können Kinder und Jugendliche sich kostenlos - auch anonym - an die Hotline des Kinder- und Jugendtelefons der "Nummer gegen Kummer" wenden - unter der kostenlosen Nummer 116 111 oder per E-Mail über info@nummergegenkummer.de

Quelle: Website BMFSFJ

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