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Barrierefreie Musterwohnung in Hannover eröffnet

171117 Musterwohnung17.11.2017. Gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen Gundlach hat der städtische Fachbereich Senioren Hannovers erste barrierefreie Musterwohnung vorgestellt, die speziell auf die Lebensbedürfnisse im höheren Alter ausgerichtet ist.

Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, und das in allen Lebensphasen. Doch nur ein bis zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Deutschland sind barrierefrei beziehungsweise barrierearm.

Auf Initiative des Wohnungsunternehmens Gundlach und des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover haben zahlreiche lokale und bundesweit tätige Unternehmen die erste Musterwohnung in Hannover mit baulichen und technischen Anpassungen realisiert – in der von Gundlach unterhaltenen Seniorenwohnanlage im Roderbruch, Buchnerstraße 15.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur alter(n)sgerechten Entwicklung Hannovers
"Wohnraum, der den sich verändernden Bedürfnissen angepasst ist, ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung bis in das hohe Alter. Dass wir das jetzt im praktischen Zusammenhang, sozusagen zum Anfassen, zeigen können, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur alter(n)sgerechten Entwicklung Hannovers", unterstrich Sport- und Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf bei der Eröffnung der Musterwohnung am 15. November.

Dr. Frank Eretge, Geschäftsführer Gundlach Wohnungsunternehmen, ist begeistert von dem Projekt: "Wir freuen uns, dass wir in der Gundlach Musterwohnung viele kleine und größere technische Hilfestellungen jedem Interessierten präsentieren dürfen. Vieles davon kann den Alltag pragmatisch erleichtern." Eretge dankt dabei allen Partnerinnen und Partnern für die Zusammenarbeit bei der Realisierung der Wohnung.

Technische Ausstattung erleichtert den Alltag
Die Besucherinnen und Besucher finden in der Ein-Zimmer Wohnung über 40 kleine bauliche Einzelanpassungen und mehr als 30 technische Objekte. Alle Lösungen sind sowohl im Eigenheim als auch in Geschosswohnungen modular nachrüstbar.

Zu den technischen Assistenzsystemen in der Musterwohnung gehört beispielsweise eine Anwendung auf dem Smartphone, mit der seheingeschränkte und blinde Menschen Dokumente vorgelesen bekommen. Ebenso eine automatische Herdabschaltung, die den Herd bei Überhitzung oder nach vorher festgelegter Zeit automatisch ausschaltet. Daneben wurden bauliche Aspekte wie eine ebenerdige Dusche oder die unterfahrbare Komfort-Küche berücksichtigt.

Kontakt für Fragen und Besichtigungstermine
Interessierte können ab dem 16. November beim Fachbereich Senioren der Stadt (E-Mail: 57-Infothek@Hannover-Stadt.de; Telefon 0511/168-42345) individuelle Besichtigungstermine vereinbaren.

Ehrenamtliche Führerinnen und Führer gesucht
Für die Besichtigungen werden ehrenamtliche FührerInnen gesucht. Interessierte melden sich bei Patrick Ney, Fachbereich Senioren der Stadt, unter der Telefonnummer 0511/168–46545 oder per E-Mail unter patrick.ney@hannover-stadt.de.

Quelle und weitere Informationen: Website Hannover


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