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Seniorenservicebüros

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Niedersachsen fördert seit dem Jahr 2008 als erstes Flächenland den Aufbau von Seniorenservicebüros (SSB). Die Landesregierung hat bis Ende 2011 in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt die Förderung eines solchen Büros mit bis zu 40.000 Euro jährlich vorgesehen.

In Niedersachsen sind alleine bis zum Ende des Jahres 2009 elf Seniorenservicebüros in den Landkreisen Friesland, Goslar, Cuxhaven, Uelzen, Cloppenburg, Schaumburg, Hildesheim, Helmstedt, Aurich und Osterholz sowie in der Stadt Osnabrück an den Start gegangen. Insgesamt standen damit bis zum Jahresende 2009 27 Servicebüros in Niedersachsen zur Verfügung.

Vernetzte Beratung und Hilfe aus einer Hand
In den nächsten Jahren und Jahrzehnten ist durch die demographische Entwicklung davon auszugehen, dass ältere Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen und Alltagssituationen einen erhöhten Bedarf an Unterstützung und Beratung haben.

An die Servicebüros können sich alle älteren Menschen mit ihren Fragen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, aber auch alle Anbieter von Unterstützungsleistungen wenden. Als zentrale Ansprechstelle soll das Büro Informationen und Dienstleistungen aus einer Hand anbieten oder vermitteln, um so älteren Menschen unnötigen Aufwand und weite Wege zu ersparen.

Die Büros bauen ein lokales Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern auf. Ziel ist es vor allem die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit älterer Menschen gezielt zu unterstützen. Zudem sollen die Kenntnisse und Fähigkeiten älterer Menschen gestärkt und Ihnen Angebot gemacht werden, sich selbst durch freiwilliges Engagement einzubringen.

Freiwilliges Jahr für Senioren und Haushaltassistenz DUO
Die Seniorenservicebüros übernehmen die Organisation, Koordination und Vermittlung von Ehrenamtlichen für das Freiwillige Jahr für Senioren (FJS). Auch beteiligen sie sich am Qualifizierungsprogramm DUO zur Ausbildung von Seniorenbegleitern und Haushaltsassistenzen.

Für die Qualifizierung von Seniorenbegleiterinnen und -begleiter erhalten die lokalen Büros jeweils 6000 Euro zusätzlich an Fördergeld im Jahr vom Land.

Wohnberatung
Ein weiteres wesentliches Element der Servicebüros kann eine unabhängige und qualifizierte Wohnberatung für ältere Menschen sein. Mit dem vom Land geförderten "Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter", das im Januar 2008 in Hannover seine Arbeit genommen hat, gibt das Land den Kommunen, anderen Akteuren am Wohnungsmarkt und Interessierten Unterstützung und Informationen für den Aufbau und zur Weiterentwicklung eines qualifizierten Beratungsnetzes zum Wohnen im Alter. Den weiteren Umfang ihrer Angebote können die Seniorenservicebüros nach örtlichen Bedürfnissen selbst festlegen.

Vorhandene Angebote nutzen
Der Einzugsbereich eines Seniorenservicebüros soll sich möglichst auf einen Landkreis bzw. eine kreisfreie Stadt erstrecken. Mit den Seniorenservicebüros sollen kommunal vorhandene Strukturen und Einrichtungen genutzt werden. Als Träger künftiger Servicebüros kommen neben den Kommunen insbesondere Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen, bestehende Seniorenbüros und Familienservicebüros infrage.

Mit den Seniorenservicebüros entsteht eine neue Infrastruktur für die ältere Generation, die ein Beitrag Niedersachsens zur Vorbereitung auf die Gesellschaft des langen Lebens ist.

Eine Datenbank mit alle niedersächsischen Seniorenservicebüros finden Sie hier.

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