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Neue Medien im Alter nutzen

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Die modernen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten bestimmen zunehmend unseren Alltag. Für die jüngere Generation ist die Nutzung dieser Medien zur Selbstverständlichkeit geworden, die Einbindung der Seniorinnen und Senioren in die Informationsgesellschaft befindet sich jedoch erst am Anfang.

Bürgerinnen und Bürger müssen sich zukünftig in einer immer stärker medial und technisch orientierten Welt zurechtfinden. Dies stellt eine Herausforderung für die gesellschaftliche Integration älterer Menschen in unserem Land dar. Ob soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook und Begriffe wie Voice-over-IP oder Web 2.0 - hinter diesen Schlagworten stecken auch für Seniorinnen und Senioren interessante Möglichkeiten der Kommunikation.

Vor allem durch das Ausscheiden aus dem Berufsleben ändern sich die Interessen im Alter. Gesundheit spielt eine große Rolle, Reisen werden geplant, die Bildung wird durch lebenslanges Lernen erweitert, der Kontakt zu anderen Menschen wird zunehmend wichtiger. Bei eingeschränkter Mobilität kann das Internet den Austausch mit entfernt lebenden Familienangehörigen und Freunden durch E-Mails, soziale Netzwerke oder Internet-Telefonie erleichtern.


Internetnutzung von Seniorinnen und Senioren

Bundesweit benutzten etwa 82% der 14- bis 19-Jährigen das Internet, jedoch nur 18% der über 60-Jährigen. Obwohl die Seniorinnen und Senioren die am stärksten wachsenden Gruppe der Internetbenutzer ist, erkennt sie erst allmählich den Wert der neuen Technologien für ihren persönlichen Alltag.

Interessant dabei ist, dass Männer in den höheren Altersgruppen dem Internet gegenüber aufgeschlossener sind als die gleichaltrigen Frauen. So sind rund 44% der 55- bis 64-jährigen Männer gegenüber 29% gleichaltriger Frauen online. Bei den über 64-Jährigen öffnet sich die Schere noch weiter: In diesem Alter ist der Anteil der Internet nutzenden Männer nach Angaben des statistischen Bundesamtes mit 19% mehr als dreimal so hoch wie der der Frauen mit lediglich 6%.

Nur keine Hemmungen!

Das weltweite Netz bietet Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten der Information und Kommunikation. Von virtuellen Treffpunkten und Foren reicht das Angebot über E-Journals und Lernplattformen und E-Learning-Angeboten. Die Herausforderung besteht darin, diese Angebote noch bekannter und mehr älteren Menschen zugänglich zu machen.

Diesen Nutzern kann durch spezielle Kurse die Berührungsangst vor dem PC/Internet genommen werden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aller Generationen können sich hier einbringen. Im Rahmen eines Projektes der Initiative "n-21" werden ältere Menschen von Schülerinnen und Schülern unter dem Motto "Ran an den Computer – Schüler schulen Senioren" für den Umgang am PC geschult.

Weitere Informationen und Links:

Aktuelle Zahlen zur Internetnutzung finden Sie unter www.nonliner-atlas.de

Logo von n-21Internetseite der Initiative D21

Foto: Michael Alber/www.pixelio.de

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