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Mobilität

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Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Die Möglichkeit, problemlos zu reisen und ohne Schwierigkeiten seine Wunschziele zu erreichen, ist die wesentliche Voraussetzung dafür, aktiv sein eigenes Leben zu gestalten.Zugleich bietet diese räumliche Mobilität Eindrücke und Anregungen, die wiederum zu geistiger Flexibilität beitragen. Dies ist die in der moderenen Gesellschaft notwendige Vorraussetzung für die aktive Teilnahme am Alltagsleben.

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern, die Wahrnehmung sozialer Kontakte und kultureller Veranstaltungen und die Nutzung freier Zeit sind in hohem Maße davon abhängig, sich in einem näheren und fernen Umfeld bewegen zu können. Daher kommt dem Verkehrsmittel Auto und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) besondere Bedeutung zu, um sich Mobilität zu bewahren.

Es muss das Ziel sein, die Mobilität der älteren Generation nicht einzuschränken, sondern so lange wie möglich zu erhalten. Dabei erweisen sich technische Hilfen im Auto oft als wesentlich zum Erhalt der persönlichen Unabhängigkeit und Beweglichkeit. Aufgrund der tendenziellen Einschränkung der körperlichen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter werden altersspezifische und kompensatorische Angebote für diese Menschen wichtiger.

ÖffVerkehr_Carsten Jünger_pixelio.de_250Öffentliche Verkehrsmittel

Auch die Verkehrsunternehmen im ÖPNV müssen sich angesichts des demografischen Wandels Gedanken darüber machen, wie sie attraktiver und kundenfreundlicher für alle Fahrgastgruppen werden können. Schon bei der Verkehrsplanung sollte die Anbindung von Einrichtungen, die von Älteren bewohnt und besucht werden, berücksichtigt werden. Die Abstände zwischen den Haltestellen sollten nicht zu groß sein, um die Wege insbesondere für ältere, gehbehinderte Menschen erträglich zu gestalten.

Im ländlichen Räumen ist der Linien gebundene ÖPNV häufig nur noch mit einem hohen Einsatz von Zuschüssen flächendeckend aufrecht zu erhalten. Lösungs- und Anpassungsmöglichkeiten bestehen zum Beispiel durch

  • Rufbusse und Sammeltaxis, die ohne festen Fahrplan- und Routenbindung in einem definierten Korridor auf telefonische Anmeldung Personentransporte durchführen und von den vorhandenen Transportunternehmen unterhalten werden,
  • Bürgerbusse und Dorfmobile, die in ehrenamtlichen Organisationsstrukturen Mobilitätsmöglichkeiten bieten.

In der Regel wird eine Leitstelle dafür nötig sein, um Fahrgastanfragen entgegen zu nehmen und den Einsatz der Fahrzeuge zu koordinieren.

Erhöhtes Unfallrisiko durch Senioren?

Auf einem Vorurteil beruht die Annahme, dass ältere Menschen häufiger Unfälle mit Personenschaden verursachen als jüngere. Das genaue Gegenteil ist richtig: 18 bis 24-Jährige verunglücken mit dem Auto dreimal häufiger als Fahrer im Rentenalter. Und das, obwohl die Zahl der älteren aktiven Verkehrsteilnehmer deutlich angestiegen ist und weiter zunehmen wird.

Die Gründe für diese positive Unfallbilanz sind vielfältig: Kompetenz, Erfahrung und Reife gehören genauso dazu wie eine veränderte Einstellung und andere Nutzungsgewohnheiten. Wichtig ist aber auch, dass Seniorinnen und Senioren als Verkehrsteilnehmer "in Übung" bleiben.

Dies gilt insbesondere für das Autofahren, bei dem die individuellen Leistungsvoraussetzungen durch kontinuierliche Verkehrsteilnahme aufrechterhalten werden können. Technische Kompensationen können nicht alle Leistungsminderungen ausgleichen.

bahn_Rainer Sturm_pixelio.de_250Weitere Links zum Thema Mobilität:

www.efa.de Elektronische Fahrplanauskunft für Niedersachsen und Bremen

www.bahn.de Elektronische Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn

www.lgn.niedersachsen.de NiedersachsenNAVIGATOR der Landesvermessung + Geobasisinformation Niedersachsen (LGN)

Foto: Hartmut910/Rainer Sturm/Carsten Jünger/www.pixelio.de

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