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Nachhaltige Ideen aus AWO-Einrichtungen ausgezeichnet

Seniorinnen und Senioren sowie Mitarbeitende entwickeln praxisnahe Projekte für mehr Umweltbewusstsein und gelebte Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeitspreis 2026. Foto: AWO Braunschweig

Von Anfang März bis Ende April 2026 haben insgesamt zwölf Einrichtungen des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit eingereicht. Die Zukunftsgruppe und die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit wählten daraus Projekte aus, die besonders durch nachhaltige Wirkung innerhalb der Einrichtungen und darüber hinaus überzeugten. Bewertet wurden zudem Originalität und Übertragbarkeit.

Den ersten Platz erhielt das AWO-Wohn- und Pflegeheim Königslutter mit dem bereits umgesetzten Projekt „Mülltrennung im Alltag“. Für die Verbesserung der Abfalltrennung wurden Bewohnerzimmer und Büros mit zusätzlichen Möglichkeiten zur Müllsortierung ausgestattet. Die Maßnahme erleichtert Recycling, stärkt das Umweltbewusstsein und lässt sich unkompliziert auf andere Einrichtungen übertragen. Für die Umsetzung erhielt die Einrichtung 1.000 Euro. „Die Bewohner*innen finden die Aktion toll“, berichtet Julia Sertl aus der Haustechnik. Neben den Zimmern werden auch in den Büros Papier, Restmüll und Kunststoff nun getrennt gesammelt.

Ebenfalls mit 1.000 Euro ausgezeichnet wurde die Idee des Verselbstständigungsbereichs „Am Anger“ in Braunschweig. Dort sollen Heizkörper mit intelligenten Thermostaten ausgestattet werden, die bei geöffneten Fenstern automatisch die Heizleistung reduzieren. Ziel ist es, Energieverbrauch und CO₂-Emissionen zu senken. Die Lösung ist technisch einfach umzusetzen und kann auch in anderen Einrichtungen Anwendung finden.

Der Sonderpreis der Jury in Höhe von 500 Euro ging an das Projekt des AWO-Wohn- und Pflegeheims Goethestraße in Wolfsburg mit dem Titel „Früher war alles nachhaltiger!“. Hier stehen biografische Erfahrungen der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt. Sie berichten über frühere Alltagspraktiken wie Reparieren, Wiederverwenden und sparsamen Ressourceneinsatz. Diese Erfahrungen werden dokumentiert und in gemeinschaftliche Aktivitäten eingebunden.

„Ziel ist es, die Lebenserfahrungen unserer Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar zu machen und nachhaltige Werte früherer Zeiten in den heutigen Heimalltag zu integrieren“, erklärt Akin Zaba, Sozialdienstleitung der Einrichtung. So verbindet das Projekt Nachhaltigkeit mit Erinnerungsarbeit und stärkt zugleich den generationsübergreifenden Austausch.

Quelle: AWO Braunschweig