Im Landkreis sowie in der Hansestadt Lüneburg unterstützen sogenannte Alterslotsen ältere Menschen dabei, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Das Angebot besteht seit rund zehn Jahren und richtet sich sowohl an Seniorinnen und Senioren als auch an deren Angehörige.
Die Alterslotsen helfen ganz praktisch im Alltag: Sie unterstützen beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen, beraten bei der Beantragung von Pflegeleistungen und prüfen gemeinsam mit den Betroffenen die Wohnsituation auf mögliche Gefahrenquellen wie Stolperfallen. Ziel ist es, individuelle Lösungen zu finden und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Gesundheits- und Sozialwesen. Dazu gehören Hausärztinnen und Hausärzte, Pflegedienste sowie soziale Einrichtungen. Gemeinsam wird ein individueller Hilfeplan erstellt, der sich an den Bedürfnissen der älteren Menschen orientiert und regelmäßig angepasst wird. Auch nach Krankenhausaufenthalten werden die Alterslotsen aktiv eingebunden, um die Versorgung zu Hause gut zu organisieren.
Das Angebot ist für die Betroffenen kostenlos und soll dazu beitragen, Orientierung in einem oft komplexen Pflege- und Hilfesystem zu geben. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet, die häufig organisatorische und pflegerische Aufgaben mittragen.
Derzeit begleiten die Alterslotsen im Landkreis Lüneburg rund 650 Seniorinnen und Senioren. Finanziert wird das Projekt durch den Landkreis in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern aus dem Gesundheits- und Sozialbereich.
Mit ihrer Arbeit leisten die Alterslotsen einen wichtigen Beitrag dazu, dass ältere Menschen so lange wie möglich sicher, informiert und selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben können.
Quelle: Uelzener Presse

