Für die Neugestaltung der Ausstellung „Spielwelten“ sucht das Freilichtmuseum am Kiekeberg persönliche Einblicke in vergangene Kinderzimmer. Bis zum 19. April können Interessierte Fotos aus der Zeit bis 1995 einreichen – idealerweise aus dem Landkreis Harburg oder der näheren Umgebung. Gesucht werden Aufnahmen, die zeigen, wie Kinder früher gelebt und gespielt haben.
Wer sein eigenes Kinderzimmer vielleicht schon bald im Museum wiederfinden möchte, kann Bilder mit einer kurzen Beschreibung per E-Mail an die Volontärin Lena Herrmann senden. Die Einsendungen dienen als Vorlage für zwei originalgetreu gestaltete Kinderzimmer, die Teil der überarbeiteten Ausstellung werden sollen.
Die Wiedereröffnung der „Spielwelten. Für Kinder von 0–99“ ist für Samstag, den 14. November 2026 geplant und wird von einem Aktionstag unter dem Titel „Spielzeit“ begleitet. Unterstützt wird die Überarbeitung unter anderem durch den Förderverein des Museums sowie mehrere Stiftungen aus der Region.
Museumsdirektor Stefan Zimmermann betont die anhaltende Relevanz des Themas: Spielen sei ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und unterliege einem ständigen Wandel. Ziel sei es, die Ausstellung weiterzuentwickeln und zugleich beliebte Elemente wie Gaming-Bereich, Rutsche und Karussell zu erhalten.
Bereits im vergangenen Jahr hatte das Museum Besucherinnen und Besucher nach ihren Ideen befragt. Die Ergebnisse fließen nun in die neue Konzeption ein. Kuratorin Lea Finzel hebt hervor, dass Spielen immer auch gesellschaftliche Fragen berühre. Ein neuer Bereich „Spielkritik“ greift Themen wie Geschlechterrollen oder Spielsucht auf und lädt zur aktiven Auseinandersetzung ein.
Kinderzimmerfotos an herrmann@kiekeberg-museum.de

