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Mehrheit der Seniorinnen und Senioren ist offen für Digitalisierung

Digitale Teilhabe im Alter: Neue Studie zeigt steigende Internetnutzung – Wunsch nach mehr Unterstützung bleibt

Älteres Paar am Rechner

Am 15. Januar hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem Bitkom eine neue repräsentative Studie zur digitalen Teilhabe älterer Menschen vorgestellt. Befragt wurden 1.004 Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren. Das Ergebnis: Die große Mehrheit steht digitalen Angeboten offen gegenüber und wünscht sich teilweise sogar mehr Tempo bei der Digitalisierung.

Die Internetnutzung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während 2020/2021 nur knapp die Hälfte der älteren Menschen online war, sind es heute 74 Prozent. Männer nutzen das Internet etwas häufiger als Frauen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Nutzung ab: Bei den 65- bis 69-Jährigen sind fast alle online, bei den über 80-Jährigen etwa die Hälfte.

Für viele gehört das Internet inzwischen zum Alltag. 92 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer schreiben E-Mails, 80 Prozent erledigen Bankgeschäfte online und 76 Prozent kaufen im Internet ein. Auch soziale Netzwerke und Videoanrufe werden häufig genutzt.

Trotzdem sehen viele Ältere Unterstützungsbedarf. Die eigene Digitalkompetenz wird im Durchschnitt nur mit der Note 3,2 bewertet. 96 Prozent wünschen sich Hilfe, zum Beispiel über ein Hilfetelefon oder kostenlose Schulungen vor Ort. Bisher unterstützen vor allem Familie und Freundeskreis.

Auch neuen Technologien gegenüber sind viele offen: Rund die Hälfte hat bereits Künstliche Intelligenz genutzt oder ausprobiert. Die Studie zeigt deutlich: Ältere Menschen wollen digital teilhaben – passende und leicht zugängliche Angebote sind dafür entscheidend.

Download: Bitkom-Studie Seniorinnen und Senioren in der digitalen Welt  (PDF)

Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend