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Wie die Teilhabe älterer Menschen gestärkt werden kann

Bundestagsausschuss diskutiert über Vielfalt des Alterns und gesellschaftliche Chancen älterer Menschen

Bundestag

Was sichert die Teilhabe älterer Menschen effektiv? Mit dieser Leitfrage befasste sich die 21. Sitzung des Bundestagsausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einem Fachgespräch zur sozialen Teilhabe im Alter. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gesellschaftliche Strukturen gestaltet werden müssen, damit ältere Menschen selbstbestimmt und aktiv am Leben teilhaben können.

An der Anhörung nahmen als Sachverständige Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Prof. Dr. Martina Brandt von der TU Dortmund als Vorsitzende der Kommission zum 9. Altersbericht sowie Dr. Regina Görner, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), teil. Gemeinsam machten sie deutlich, dass erfolgreiche Teilhabe im Alter immer an die individuellen Lebensläufe, Erfahrungen und Lebensumstände der Menschen anknüpfen müsse.

Ausschussvorsitzende Saskia Esken (SPD) eröffnete das Fachgespräch mit einem Hinweis auf die wachsende gesellschaftliche Bedeutung der sogenannten „Boomer“-Generation. Diese Gruppe sei zwar aus dem Erwerbsleben ausgeschieden, jedoch weiterhin vielfach aktiv, leistungsfähig und gesellschaftlich engagiert. Daraus ergäben sich nicht nur Herausforderungen, sondern auch erhebliche Chancen für die Gesellschaft.

Dr. Alexia Zurkuhlen betonte in ihrem Eingangsstatement die Vielfalt des Alters. Alter sei kein einheitlicher Lebensabschnitt, sondern ebenso unterschiedlich wie die Lebensgeschichten der Menschen selbst. Diese Vielfalt müsse stärker in politischen Konzepten berücksichtigt werden. Der 9. Altersbericht habe hier einen wichtigen Paradigmenwechsel angestoßen – weg von einem defizitorientierten Altersbild hin zu mehr Selbstbestimmung und Mitverantwortung.

„Teilhabe ist keine individuelle Bringschuld, sondern das Ergebnis guter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen“, so Zurkuhlen. Entscheidend sei, dass Strukturen aktiv Teilhabe ermöglichen und nicht unbewusst ausschließen.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand (BMBFSFJ) nahm an dem Fachgespräch teil und unterstrich die politische Relevanz des Themas. Die Diskussion machte deutlich: Eine inklusive Gesellschaft im Alter entsteht nicht von selbst – sie braucht gezielte politische, soziale und infrastrukturelle Unterstützung.

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Quelle: Kuratorium Deutsche Altershilfe