Ein Spaziergang an der Ostsee, der Blick auf die Kreidefelsen von Rügen oder das Schwimmen mit Delfinen – für viele ältere Menschen sind solche Reisen nur noch schwer möglich. Mit dem Projekt „Wenn Gedanken auf Reise gehen“ bringt die AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH diese Erlebnisse nun direkt in ihre Einrichtungen.
Möglich machen das moderne VR-Brillen, mit denen Bewohnerinnen und Bewohner in virtuelle Welten eintauchen können. Gestartet ist das Angebot in der AWO Residenz Sehnde und im AWO ServiceHaus Bolzum. Gefördert wird das einjährige Projekt von der Techniker Krankenkasse, die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit der Wemento GmbH.
Dabei steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Mensch. Die virtuellen Reisen sollen Erinnerungen wachrufen, Gespräche fördern und soziale Teilhabe stärken. Nach den Ausflügen in die digitale Welt tauschen sich die Teilnehmenden über ihre Eindrücke aus, sprechen über frühere Urlaube, vertraute Orte und besondere Erlebnisse aus ihrem Leben.
Schon die ersten Veranstaltungen haben gezeigt, wie positiv das Angebot aufgenommen wird. Viele Bewohnerinnen und Bewohner reagierten neugierig und begeistert auf die neuen Möglichkeiten. Die virtuellen Eindrücke sorgten für Staunen, Freude und zahlreiche Gespräche.
Die AWO versteht das Projekt als sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Freizeit- und Betreuungsangeboten. Zwar könne eine VR-Brille persönliche Begegnungen nicht ersetzen, sie eröffne jedoch neue Wege, Erinnerungen zu aktivieren und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Gerade für Seniorinnen und Senioren mit eingeschränkter Mobilität entstehen so besondere Momente: Reisen werden wieder möglich, Erinnerungen lebendig und neue Erfahrungen geschaffen.
Quelle: AWO Hannover

